Anbauregion und Böden

Weinberge, die über die Wolken klettern

Im Norden der Insel La Palma lassen sich zwei unterschiedliche Anbaugebiete erkennen, eines im Nordwesten und das andere im Nordosten. Beide unterscheiden sich hinsichtlich der angewendeten Anbau- und Kellertechniken sowie der angebauten Rebsorten, handwerklichen Erzeugungsverfahren etc. Das die Gemeinden Garafía, Puntagorda und Tijarafe umfassende nordwestliche Anbaugebiet zeichnet sich durch steile und von zahlreichen tiefen Trockenschluchten unterbrochene Hänge aus, deren Weinberge sich größtenteils über den Wolken, in Hochlagen zwischen 1000 und 1500 Metern über dem Meer befinden. 

Diese Lage unserer Weinberge ermöglicht durch einen geringeren Schädlingseinfall bzw. Krankheitsbefall ein besseres Gedeihen unserer Rebstöcke. Dies wird begünstigt durch ein für den Weinbau vorteilhaftes Klima mit sonnigen Tagen und kühlen Nächten, rauen Wintern und von den Passatwinden beeinflussten milden Sommern.

 Im Rahmen der Ursprungsbezeichnung „Vinos de La Palma“ ist im nördlichen Untergebiet auch die Bezeichnung Tea-Wein oder „Vino de Tea“ bei der Etikettierung jener Weiß-, Rosé- oder Rotweine erlaubt, die ihre Eigenschaften aufgrund ihrer Reifung in Holzfässern aus dem Kernholz (Tea) der einheimischen Kiefer „Pinus canariensis“ entfalten. Diese Reifung verleiht ihnen individuelle und traditionsbedingte organoleptische Eigenschaften, da die Eichen- bzw. Kastanienholzfässer hier traditionell durch Fässer aus Tea-Holz ersetzt wurden.